Die Geschichte von Klarblick

Unsere Geschichte & Vision

Die Geschichte unserer Initiative ist geprägt von Mut, Vernetzung und dem unermüdlichen Einsatz für Betroffene von narzisstischem Missbrauch. Was im Sommer 2020 als Vision begann, ist heute ein weit verzweigtes Netzwerk der Unterstützung.

Die Geburtsstunde

Alles begann mit einem Artikel in der Tiroler Tageszeitung im Sommer 2020. Darin teilte Christine Merzeder – selbst Betroffene jahrelangen narzisstischen Missbrauchs – ihre Idee, eine Selbsthilfegruppe zu gründen. Renate Apollonia Mitterer, die seit ihrer Kindheit mit diesem Thema konfrontiert war, fühlte sich sofort angesprochen. Beim ersten Treffen war die Chemie zwischen den beiden Gründerinnen sofort spürbar. Der Bedarf war überwältigend: Von „Tag Null“ an betreuten sie in zwei Gruppen in Innsbruck rund 40 Personen.

Unsere Mission

Wachstum und Professionalisierung

Der enorme Andrang führte schnell zur Gründung weiterer Standorte im Tiroler Ober- und Unterland. Doch Aufklärung braucht mehr als nur geschützte Räume – sie braucht eine Bühne und Fachwissen:

2022 - Öffentliche Tagung

Erste öffentliche Tagung im Plenarsaal Innsbruck zur Sichtbarmachung der Auswirkungen auf Betroffene und Kinder

Fachschulungen

Wir begannen, gezielt Experten zu schulen – von der Polizei über den Gewaltschutz bis hin zur Justiz.

Erfolge in der Justiz

Mittlerweile blicken wir auf erfolgreiche Schulungen für Rechtsanwälte und eine wegweisende Veranstaltung für Richter am OLG Innsbruck zurück.

Internationalisierung:

Wir vernetzten uns über die Landesgrenzen hinweg mit Südtirol, Deutschland und der Schweiz. Im Frühjahr 2024 konnten so vier neue Gruppen in Bozen gestartet werden.

Unsere Mission

Ein Meilenstein und der Stabwechsel

Die 2. Tagung im Mai 2024 unter dem Titel „Man sieht nur, was man weiß“ markierte einen vorläufigen Höhepunkt. Renommierte Experten wie Prof. Reinhard Haller und Prof. Josef Aigner unterstützten uns dabei, die zerstörerischen Dynamiken des Narzissmus in die breite Öffentlichkeit zu tragen. „Nach Jahren des Aufbaus und der intensiven Begleitung war es 2024 für uns an der Zeit, das Zepter weiterzureichen.“ Im Jahr 2024 übergaben Renate Apollonia Mitterer und Christine Merzeder die Leitung an Eva-Sophie Bruckner. Mit viel Energie und tiefem Respekt vor dem bisher Erreichten führt sie die Arbeit fort, um Betroffenen eine Stimme zu geben und die Aufklärung in Gesellschaft und Fachwelt weiter voranzutreiben. Seit der Übergabe gab es bereits Workshops in Beratungszentren, Rehazentren, Lesungen, Vorträge sowie online Schulungen.

Was uns auszeichnet:

Erfahrungswissen

Erste öffentliche Tagung im Plenarsaal Innsbruck zur Sichtbarmachung der Auswirkungen auf Betroffene und Kinder

Fachkompetenz

Enge Zusammenarbeit mit Experten aus Psychologie und Recht.

Vernetzung

Regional verankert in Tirol, international aktiv.

2020
Impuls & Gründung

Aus einem Zeitungsartikel und der persönlichen Betroffenheit heraus entstand gemeinsam mit Christine Merzeder der erste Schritt: der Aufbau von Selbsthilfegruppen für Menschen, die von narzisstischem Missbrauch betroffen sind.

2020
Start in Innsbruck

Mit zwei Gruppen in Innsbruck – jeweils mittwochs und samstags – begann die konkrete Arbeit. Der Bedarf war von Anfang an enorm, und bereits zu Beginn konnten rund 40 Betroffene begleitet werden.

2021
Ausbau in Tirol

Aufgrund des großen Andrangs entstanden rasch weitere Gruppen im Ober- und Unterland. So entwickelte sich ein tirolweites Unterstützungsnetzwerk für Betroffene und Angehörige.

2022
Erste öffentliche Tagung

Im Plenarsaal in Innsbruck fand die erste öffentliche Tagung statt. Dabei wurden die schwerwiegenden Auswirkungen narzisstischen Missbrauchs auf Betroffene und deren Kinder einer breiten Öffentlichkeit nähergebracht.

2024
Vernetzung über Tirol hinaus

Mit Vorträgen in Bozen/Südtirol wurde die Aufklärungsarbeit grenzüberschreitend erweitert. Daraus entstanden vier weitere Selbsthilfegruppen in Südtirol.

2025
Schulung von Fachkräften

Neben der Begleitung von Betroffenen rückte auch die Sensibilisierung von Fachleuten in den Fokus. Mehrere Schulungen für Rechtsanwälte und eine bedeutende Schulung für Richter am OLG Innsbruck unterstreichen diesen wichtigen Entwicklungsschritt.

„Gemeinsam finden wir unseren Weg.“
Eva-Sophie Bruckner
Obfrau

Gemeinsam stärker

Unser Team

Univ.-Prof. i. R. Dr. Josef Christian Aigner


Ehrenmitglied

Ronny Zeich


Kassier

Birgit Jaglitsch


Schriftführung

Abtlnsp. der Kriminalprävention Oswin Lechthaler


Ehrenmitglied

Rechtsanwalt Mag. Christian Pesl


Ehrenmitglied

Renate Apollonia Mitterer Rein


Ehrenmitglied

Statistik:

38% der Frauen in Österreich haben psychische Gewalt durch einen (ex) Partner erfahren

¾ der Betroffenen sind noch mindestens über 1 Jahr bei Ihrem*er Partner*in geblieben

67% haben als folge von Psychischem Missbrauch mit Psychischen und Körperlichen Folgebelastungen zu kämpfen